1. SCHULBESCHREIBUNG UND SELBSTVERSTÄNDNIS
Die Otto-Hahn-Schule ist eine dreizügige städtische Realschule am Rande des Herforder Stadtgebietes. Es wird bereits ein Ganztagszug im Aufbau (aktuell bis Klasse 8) an der Schule unterrichtet. Im Modellprojekt „Europaklassen“ arbeiten die PädagogInnen interdisziplinär in Teams, die aus Lehrkräften und SozialpädagogInnen bestehen. Kompetenzorientierung, kooperative Lernformen und die Umsetzung individueller Fördermöglichkeiten im Fachunterricht sind an der Otto-Hahn-Schule Standards.
Aus der Präambel unseres Schulprogramms:
In Achtung und Respekt vor allem Leben helfen wir unseren Schülerinnen und Schülern ihre eigene Identität zu finden. Wir bilden sie zu Persönlichkeiten, die ihren Mitmenschen mit Toleranz und Rücksichtnahme begegnen und unserer Mitwelt Verantwortungsbewusstsein entgegenbringen.
Wir verstehen den Bildungsauftrag unserer Schule als umfassend und vermitteln den uns anvertrauten Kindern nicht nur Sachwissen und Kenntnisse in den verschiedenen Lebensbereichen, sondern zeigen ihnen auch Orientierungsmöglichkeiten in einer sich rasch wandelnden Welt auf.
Die Otto-Hahn-Schule, im Herforder Westen gelegen, ist eine Realschule, in der Kinder und Jugendliche miteinander leben und lernen. Die Schule versteht sich bewusst als Stadtteilschule. Eine Fülle von Projekten und Aktivitäten gehen über das Schulgebäude hinaus und finden im Stadtteilgebiet und wohnlichen Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler statt.
Wir verstehen unsere Schule nicht nur als Lern- sondern auch als Lebensraum für Kinder und Jugendliche.
Es ist unser Anliegen, dass sich das kindliche Selbstwertgefühl entwickelt, dass Leistungsbereitschaft geweckt und gesteigert wird und dass im täglichen Miteinander angemessene soziale Verhaltensweisen geübt und verlässliche Beziehungen verstärkt werden. Deshalb sprechen wir Kopf, Herz und Hand in gleicher Weise an und kommen dem Tätigkeitsdrang und der Neugierde durch handlungsorientierte Lernangebote entgegen. Auf diese Weise wird die natürliche Lernfreude und –motivation erhalten.
Um diese Ziele zu erreichen, braucht es neue, weitergehende Kompetenzen und unterstützende Strukturen der Schule.
Besondere Bedeutung hat für uns dabei das soziale Lernen, denn wie in der Familie ist es auch in der Schule wichtig, dass sich Kinder und Jugendliche an Regeln und Ordnung gewöhnen und sie einhalten. Sie müssen lernen Konflikte zu ertragen und zu lösen und die Bedürfnisse der anderen wahrzunehmen und damit angemessen umzugehen, um zu einem harmonischen Zusammenleben zu gelangen.
Jedem einzelnen Schüler/ jeder einzelnen Schülerin begegnen wir mit optimistischer Einstellung und trauen ihm/ihr zu, mit der Begleitung aller am Bildungsprozess Beteiligten, diese Ziele auch zu erreichen.
Besonders gelingt uns dies in einer Schule, in der Kinder und Erwachsene gemeinsam den „ganzen“ Tag gestalten und in der die pädagogisch handelnden Erwachsenen die gesamte Vielfalt erzieherischer Sichtweisen ausschöpfen. Auf diese Weise können die Kinder und Jugendlichen nicht nur im Kontext von Unterricht, sondern auch in unterschiedlichsten außerunterrichtlichen Kontexten in ihrer ganzen Persönlichkeit wahrgenommen und unterstützt werden.
Das vorliegende Konzept bezieht sich wesentlich auf den im Schuljahr 2009/2010 an der Otto-Hahn-Schule einsetzenden Ganztag und versteht sich somit als ausbau- und erweiterungsfähige Grundlagenstruktur für das „aufwachsende“ Ganztagssystem.
Die Tragfähigkeit des Konzeptes wird jährlich evaluiert, das heißt, Veränderungen und Modifikationen im Sinne einer permanenten Optimierung, die sich aus der Praxis ergeben werden, sind vorbehalten.