4. FÖRDERN UND FORDERN
Das „Bedarfsgebundene Lernen in Modulen“ verfolgt die Ziele der Vertiefung, Übung, Wiederholung, der Förderung und der Forderung.
Die gebundenen Übungszeiten werden als „Band“ organisiert, in welchem alle drei Klassen der Jahrgangsstufe 5 – perspektivisch die gesamte Doppeljahrgangsstufe – in zwei Wochenstunden von je zwei Lehrkräften pro Klasse, das heißt insgesamt sechs Lehrkräfte für die Jahrgangsstufe, im Idealfall zwei Fachlehrkräfte pro Hauptfach, begleitet werden.
Zur Abstimmung erhalten die in diesen Bereich eingebundenen Lehrkräfte eine Teamstunde pro Monat als regelmäßige Ressource.
Der Unterricht ist binnendifferenziert in unterschiedliche Module aufgeteilt5.
Die Zuweisung zu den jeweiligen Fachmodulen erfolgt über die Abstimmung innerhalb des Jahrgangsstufenteams. Hier wird auch über gegebenenfalls notwendige Prioritätensetzungen entschieden, falls einzelne Kinder möglicherweise in unterschiedlichen Fächern bzw. in mehreren Fachmodulen Unterstützung benötigt.
Die den einzelnen Modulen zugehörigen Übungen und Aufgaben sind so strukturiert, dass die SchülerInnen sie weitestgehend selbstständig bearbeiten können, sodass die Lehrkräfte im Bedarfsfall einzelne SchülerInnen intensiver unterstützen können.
Die Begleitung und Betreuung der SchülerInnengruppen in den einzelnen Modulen wird zusätzlich von SchülerInnen aus den Jahrgangsstufen 9 und 10 unterstützt.
Diese Arbeit ist für die älteren SchülerInnen als AG „Schüler helfen Schülern“ anrechenbar.
Der Abschluss eines Fördermoduls erfolgt für jedes Kind über einen kleinen Abschlusstest.
Die Teilnahme am Fördermodul, der Fördererfolg bzw. andere Beurteilungen oder Kommentierungen durch die Lehrkräfte werden im Logbuch6 und in dezentralen Schülerakten mit möglichst geringem bürokratischen Aufwand dokumentiert.
SchülerInnen ohne unterstützenden Förderbedarf arbeiten in diesen Stunden im Bereich der interessen- und begabungsorientierten Förderung (siehe unten: Modul 5 „Wettbewerbe vorbereiten“ / „Forschen“).
Es werden ausreichend ruhige Arbeitsbereiche sowie Computerarbeitsplätze zur Verfügung gestellt.
In der Stundentafel der Ganztagsklassen ist das „Fach“ Projekt mit zwei Wochenstunden ausgewiesen. Dahinter verbirgt sich das bereits oben erwähnte Workshop-Angebot.
Die hier angebotenen Workshops umfassen einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen und teilen sich in die Schwerpunkte KREATIV (musisch-künstlerischer Bereich) und FORSCHEN (Naturwissenschaften/ Informatik). Dieser Unterricht mit Projektcharakter ist fächerübergreifend und praxis- und handlungsorientiert angelegt. Die SchülerInnen erhalten nach Abschluss eines Projektes ein Zertifikat, das im Logbuch gesammelt wird. Darüber hinaus werden die absolvierten Workshops auf dem Zeugnis vermerkt.
Wesentliche Ziele, die über den regulären Fachunterricht hinausgehen:
- Förderung der experimentellen Neugierde – Wecken des „Forschergeistes“ im „notenfreien Raum“
- Förderung der kreativen Fähigkeiten und der Suche nach alternativen Ausdrucksmöglichkeiten
- Entdecken und Erproben persönlicher Stärken, zur frühzeitigen Förderung von Selbsteinschätzung und Schwerpunktsetzung
Freiwillig zu nutzende Angebote werden an den „kurzen“ Unterrichtstagen in Zusammenarbeit mit externen Kooperationspartnern eingerichtet. (AG-Bereich: Schach, Musizieren etc.) Diese Angebote werden in angemessenem Maße kostenpflichtig sein.